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Prüfplaketten für die Regalprüfung: Pflicht, Farben & Muster

Sind Prüfplaketten Pflicht? Wo werden sie angebracht? Welche Angaben gehören drauf? Alle Antworten zur Kennzeichnung geprüfter Regale.

Nach einer bestandenen Regalprüfung werden die geprüften Regale in der Praxis meist mit einer Prüfplakette gekennzeichnet. Die Plakette zeigt auf einen Blick, dass geprüft wurde und wann die nächste Prüfung fällig ist – den vorgeschriebenen Prüfnachweis (die Aufzeichnung) ersetzt sie nicht. Welche Angaben sind sinnvoll? Wo bringt man die Plaketten an? Und welche Farben haben welche Bedeutung?

Das Wichtigste in Kürze:

  • ✓ Pflicht ist die Aufzeichnung der Prüfung (BetrSichV § 14 Abs. 7) – die Plakette ist eine Empfehlung
  • ✓ Empfohlene Angaben: Prüfdatum, nächster Prüftermin, Prüfer-Kürzel
  • ✓ Anbringungsort: Gut sichtbar am Regalständer (ca. 2m Höhe)
  • ✓ Jahreskennfarben: Optional, aber hilfreich (2024=Grün, 2025=Rot, 2026=Gelb usw.)
  • ✓ Material: Selbstklebend, wetterfest, nicht leicht ablösbar

Sind Prüfplaketten gesetzlich vorgeschrieben?

Nicht ausdrücklich. Vorgeschrieben ist, das Ergebnis der Prüfung aufzuzeichnen. Eine Pflicht, geprüfte Regale mit einer Plakette zu kennzeichnen, enthalten weder die Betriebssicherheitsverordnung noch DIN EN 15635:

Was die Vorschriften verlangen:

  • BetrSichV § 14 Abs. 7: Das Ergebnis der Prüfung ist aufzuzeichnen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren – mit Art und Umfang der Prüfung, Ergebnis sowie Name und Unterschrift der zur Prüfung befähigten Person. → Die Prüfplakette macht die Prüfung am Regal sichtbar, ersetzt diese Aufzeichnung aber nicht.
  • DIN EN 15635 (9.4.2.2 und 9.4.2.3): Sichtkontrollen und Experteninspektionen werden mit einem schriftlichen Bericht festgehalten. Eine Prüfplakette nennt die Norm nicht.

Wichtig: Entscheidend ist die Aufzeichnung der Prüfung. Wer sie nicht führt oder ohne die vorgeschriebenen Angaben führt, handelt nach BetrSichV § 22 ordnungswidrig. Die Plakette ergänzt diesen Nachweis – sie zeigt Mitarbeitern und Kontrolleuren am Regal, dass und wann geprüft wurde.

Die Aufzeichnung der Prüfung ist vorgeschrieben, eine Prüfplakette nicht ausdrücklich
Was BetrSichV und DIN EN 15635 zur Aufzeichnung und zur Plakette sagen — so, wie es diese Seite im Abschnitt „Sind Prüfplaketten gesetzlich vorgeschrieben?“ darstellt.
VorschriftAufzeichnung der PrüfungPrüfplakette
BetrSichV § 14 Abs. 7Ergebnis aufzeichnen, mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahren: Art und Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift der befähigten PersonNicht ausdrücklich vorgeschrieben; ersetzt die Aufzeichnung nicht
DIN EN 15635 9.4.2.2 und 9.4.2.3Sichtkontrollen und Experteninspektionen werden mit einem schriftlichen Bericht festgehaltenWird in der Norm nicht genannt
QuelleBetrSichV § 14 Abs. 7; DIN EN 15635 9.4.2.2 und 9.4.2.3 (Wiedergabe nach dem Abschnitt „Sind Prüfplaketten gesetzlich vorgeschrieben?“ dieser Seite)
BetrSichV § 14 / EN 15635

Welche Angaben gehören auf die Prüfplakette?

Für die Plakette selbst gibt es keine vorgeschriebenen Angaben. In der Praxis haben sich diese Angaben bewährt:

AngabeEmpfehlungErläuterung
PrüfdatumEmpfohlenDatum der durchgeführten Prüfung (Format: MM/JJJJ oder TT.MM.JJJJ)
Nächster PrüfterminEmpfohlenWann die nächste Prüfung spätestens fällig ist (meist +12 Monate)
Prüfer-Kürzel / NameEmpfohlenIdentifikation der prüfenden Person (z.B. Initialen, Personalnummer)
Art der PrüfungEmpfohlen„Jährliche Prüfung“ oder „Sonderprüfung“ zur Unterscheidung
Firma / StandortOptionalHilfreich bei mehreren Standorten oder externen Prüfern

Beispiel einer vollständigen Prüfplakette:

GEPRÜFT
01/2024
Prüfdatum
Nächste Prüfung:
01/2025
Prüfer: MB

Diese Prüfplakette zeigt die empfohlenen Angaben: Prüfdatum (01/2024), nächster Termin (01/2025) und Prüfer-Kürzel (MB). Die grüne Farbe kennzeichnet das Prüfjahr 2024.

Jahreskennfarben: Welche Farbe hat welches Jahr?

Viele Unternehmen nutzen ein Farbsystem, um auf einen Blick zu erkennen, in welchem Jahr die Prüfung stattgefunden hat. Das System wiederholt sich alle 6 Jahre:

JahrFarbeNächste Verwendung
2024Grün2030, 2036, 2042...
2025Rot2031, 2037, 2043...
2026Gelb2032, 2038, 2044...
2027Blau2033, 2039, 2045...
2028Orange2034, 2040, 2046...
2029Weiß2035, 2041, 2047...

Praxis-Tipp: Die Jahreskennfarben sind nicht vorgeschrieben, aber extrem hilfreich! Sie ermöglichen es, bei Lagerbegehungen auf einen Blick zu erkennen, welche Regale noch geprüft werden müssen.

Wo werden Prüfplaketten angebracht?

Die richtige Anbringung ist wichtig, damit die Plaketten ihre Funktion erfüllen können:

Korrekte Anbringung:

  • Position: Am Regalständer (Vertikalprofil), nicht an Traversen oder Fachböden
  • Höhe: Ca. 1,80 - 2,00 Meter (auf Augenhöhe, aber nicht zu niedrig wegen Anfahrschutz)
  • Sichtbarkeit: Gut sichtbar vom Hauptgang aus, nicht verdeckt durch Ware
  • Seite: Vorderseite des Regals (zur Gangseite hin)
  • Anzahl: Eine Plakette pro Regalfeld – nicht nur am Anfang/Ende eines Ganges!
  • Bei Doppelregalen: Auf beiden Seiten anbringen (vorne und hinten)

Typische Fehler bei der Anbringung:

  • Plakette zu niedrig angebracht → wird von Anfahrschutz oder Ware verdeckt
  • Plakette nur am ersten Regal eines Ganges → nicht nachweisbar, dass ALLE Regale geprüft wurden
  • Plakette auf der Rückseite (Wandseite) → nicht sichtbar während der Begehung
  • Plakette an Traversen oder Fachböden → können bei Umbau entfernt werden

Material und Haltbarkeit von Prüfplaketten

Prüfplaketten sollten mindestens ein Jahr haltbar sein und sich nicht leicht ablösen lassen. Folgende Materialien sind üblich:

MaterialVorteileNachteileEmpfehlung
Vinyl (PVC)Günstig, selbstklebend, wetterfest, leicht anzubringenKann bei starker Sonneneinstrahlung ausbleichenGut für innen
PolyesterSehr reißfest, UV-beständig, lange Haltbarkeit (3-5 Jahre)Etwas teurer als VinylIdeal für außen
AluminiumExtrem robust, sehr lange haltbar, nicht brennbarTeuer, schwieriger zu beschriften (meist vorgedruckt)Nur bei Bedarf

Worauf Sie beim Kauf achten sollten:

  • Selbstklebend: Starker Klebstoff, der auf Metall, Kunststoff und lackierten Oberflächen haftet
  • Wetterfest: Resistent gegen Feuchtigkeit, Temperaturwechsel (-20°C bis +80°C)
  • UV-beständig: Farbe bleicht nicht aus (wichtig bei Außenlagern oder Fensternähe)
  • Nicht rückstandsfrei ablösbar: Verhindert Manipulation (Plakette kann nicht einfach entfernt und an anderes Regal geklebt werden)
  • Größe: Mindestens 30mm Durchmesser (besser 50-70mm für gute Lesbarkeit)

Wie werden Prüfplaketten beschriftet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Prüfplaketten zu beschriften:

1. Vorgedruckte Prüfplaketten

Bereits mit Jahreszahl und Monatsfeldern bedruckt. Sie lochen oder markieren einfach den Prüfmonat und tragen das nächste Prüfdatum ein.

  • ✓ Schnell und einfach
  • ✓ Professionelles Aussehen
  • ✓ Günstig bei großen Mengen
  • Nur für ein bestimmtes Jahr verwendbar

2. Blanko-Prüfplaketten

Leere Plaketten, die Sie selbst beschriften (wasserfester Stift oder Etikettendrucker).

  • ✓ Flexibel für jedes Jahr verwendbar
  • ✓ Individuelle Angaben möglich
  • ✓ Günstig in der Anschaffung
  • Zeitaufwändiger beim Beschriften
  • Lesbarkeit hängt von Handschrift ab

Empfehlung: Bei weniger als 50 Regalen pro Jahr reichen vorgedruckte Plaketten. Bei größeren Lagern (100+ Regale) oder mehreren Standorten lohnt sich eine digitale Lösung wie RegalScan – hier werden die Prüfplaketten automatisch mit QR-Code generiert und gedruckt.

Was kosten Prüfplaketten?

Die Kosten hängen von Material, Größe und Bestellmenge ab:

TypPreis pro StückMindestmengeGeeignet für
Vinyl vorgedruckt€0,10 - €0,30Ab 100 StückKleine bis mittlere Lager
Vinyl Blanko€0,05 - €0,15Ab 100 StückAlle Lagergrößen
Polyester vorgedruckt€0,30 - €0,60Ab 50 StückAußenlager, Hochregale
Aluminium€1,00 - €3,00Ab 10 StückExtreme Bedingungen, Ex-Bereiche

* Preise sind Richtwerte und können je nach Anbieter, Bestellmenge und Individualisierung variieren.

Wo Prüfplaketten kaufen?

Prüfplaketten für Regalprüfungen erhalten Sie bei folgenden Anbietern:

  • BRADY, Seton, MAKRO IDENT: Große Auswahl, vorgedruckte Jahreskennfarben
  • Avery Zweckform: Blanko-Plaketten, selbst bedruckbar
  • Amazon, eBay: Günstige Standardplaketten in kleinen Mengen
  • Regalprüfung-Dienstleister: Oft im Paket mit der Prüfung

Alternative: Mit RegalScan erhalten Sie digitale Prüfplaketten mit QR-Code, die Sie selbst ausdrucken können – inklusive automatischer Protokoll-Verlinkung.

Moderne Alternative: Digitale Prüfplaketten mit QR-Code

Die nächste Generation der Regalprüfung nutzt QR-Code-Plaketten, die mit der digitalen Prüfdokumentation verknüpft sind:

Vorteile digitaler Prüfplaketten:

  • Direkter Zugriff: QR-Code scannen → komplettes Prüfprotokoll mit Fotos abrufen
  • Automatische Zuordnung: Jedes Regal hat eindeutige ID
  • Keine Mehrfachbeschriftung: Daten aus System übernommen
  • Nachvollziehbarkeit: Komplette Prüfhistorie auf einen Blick
  • Erinnerungen: System warnt automatisch vor Fristablauf

So funktioniert's:

  1. 1. QR-Code-Plaketten anbringen: Einmalig an jedem Regal
  2. 2. Bei Prüfung scannen: RegalScan-App erkennt Regal automatisch
  3. 3. Schäden dokumentieren: Fotos werden dem Regal zugeordnet
  4. 4. Protokoll fertig: Automatisch generiert mit allen Daten
  5. 5. Prüfplakette updaten: Neues Datum wird digital hinterlegt

Praxis: Digitale Prüfplaketten sparen gegenüber Papier-Plaketten rund die Hälfte der Zeit, da keine manuelle Übertragung von Daten mehr nötig ist. Mehr erfahren →

Häufig gestellte Fragen zu Prüfplaketten

Sind Prüfplaketten gesetzlich vorgeschrieben?

Nicht ausdrücklich. Vorgeschrieben ist nach BetrSichV § 14 Abs. 7, das Ergebnis der Prüfung aufzuzeichnen (Art, Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift der befähigten Person). Eine Plaketten-Pflicht enthalten weder die BetrSichV noch DIN EN 15635. Prüfplaketten sind die gängige Praxis, um die Prüfung am Regal sichtbar zu machen – den Prüfnachweis ersetzen sie nicht.

Was passiert, wenn keine Prüfplakette am Regal ist?

Entscheidend ist die Aufzeichnung der Prüfung nach BetrSichV § 14 Abs. 7; wer sie nicht führt, handelt nach § 22 BetrSichV ordnungswidrig. Eine fehlende Plakette nennt die BetrSichV nicht als eigenen Verstoß – es fehlt aber der sichtbare Hinweis am Regal, dass und wann geprüft wurde.

Kann ich Prüfplaketten wiederverwenden?

Nein! Prüfplaketten sind nicht rückstandsfrei ablösbar und dürfen nicht wiederverwendet werden. Dies dient der Manipulationssicherheit – niemand soll Plaketten von geprüften auf ungeprüfte Regale umkleben können.

Wie viele Prüfplaketten brauche ich pro Regal?

Eine Plakette pro Regalfeld ist erforderlich. Bei Doppelregalen (beidseitig zugänglich) empfehlen wir Plaketten auf beiden Seiten. Bei sehr langen Regalzeilen können Sie alle 2-3 Felder eine Plakette anbringen – wichtig ist, dass die Prüfung nachweisbar für jedes einzelne Feld dokumentiert ist.

Was ist besser: vorgedruckte oder Blanko-Prüfplaketten?

Vorgedruckte Plaketten (mit Jahreskennfarbe) sind bei regelmäßigen jährlichen Prüfungen empfehlenswert – schneller in der Anwendung und professionelles Aussehen. Blanko-Plaketten sind flexibler bei unregelmäßigen Prüfungen oder wenn Sie individuelle Angaben (z.B. Standort, Regal-Nummer) vermerken möchten.

Gibt es Prüfplaketten auch mit Firmennamen?

Ja, viele Anbieter bieten individuell bedruckte Prüfplaketten an. Diese können Ihr Firmenlogo, Ihren Firmennamen oder zusätzliche Angaben wie Standort oder Ansprechpartner enthalten. Mindestbestellmenge liegt meist bei 250-500 Stück. Alternativ: Mit RegalScan können Sie Plaketten mit Ihrem Logo selbst ausdrucken.

Was ist eine Prüfplakette?

Eine Prüfplakette ist ein selbstklebender Aufkleber, der nach jeder bestandenen Regalprüfung am Regalständer angebracht wird. Sie bestätigt die durchgeführte Prüfung und zeigt auf einen Blick, wann die nächste Prüfung fällig ist. Empfohlene Angaben: Prüfdatum, nächster Prüftermin und Prüfer-Kürzel.

Welche Farben haben Prüfplaketten und was bedeuten sie?

Die Jahreskennfarben für Prüfplaketten folgen einem festen 6-Jahres-Zyklus: 2024 = Grün, 2025 = Rot, 2026 = Gelb, 2027 = Blau, 2028 = Orange, 2029 = Weiß — dann beginnt der Zyklus erneut. Die Farbe zeigt sofort, in welchem Jahr das Regal zuletzt geprüft wurde. Die Farbgebung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von vielen Berufsgenossenschaften empfohlen.

Sind Prüfplaketten Pflicht?

Nicht ausdrücklich. Vorgeschrieben ist nach BetrSichV § 14 Abs. 7, das Ergebnis der Prüfung aufzuzeichnen (Art, Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift der befähigten Person). Eine Plaketten-Pflicht enthalten weder die BetrSichV noch DIN EN 15635. Prüfplaketten sind die gängige Praxis, um die Prüfung am Regal sichtbar zu machen – den Prüfnachweis ersetzen sie nicht.

Wie trage ich den nächsten Prüftermin auf der Plakette ein?

Bei vorgedruckten Jahres-Plaketten lochen oder markieren Sie den Prüfmonat und schreiben das Datum der nächsten Prüfung (meist +12 Monate) mit einem wasserfesten Stift ein. Bei Blanko-Plaketten tragen Sie Prüfdatum, nächsten Termin und Ihr Prüfer-Kürzel per Hand oder Etikettendrucker ein. Mit RegalScan werden Datum und Prüftermin automatisch digital hinterlegt — die Plakette dient dann nur noch als sichtbarer Nachweis.

Prüfplaketten selbst drucken

Mit RegalScan drucken Sie QR-Code-Prüfplaketten einfach selbst aus – verknüpft mit der digitalen Prüfdokumentation. Einmal anbringen, für immer nutzen.